Johannes Wyses

Johannes Wyses
Heilung des Herzens mit Johannes Wyes. Zur Web.Presents auf das Bild klicken!

Dienstag, 19. Oktober 2010

Heute kommt.......

ein Kunde wieder dem es beim ersten mal sehr gut getan hat. Er sitzt seit Geburt im Rollstuhl und leidet unter Spastiken in den Beinen. Nun da er wiederkommt scheint sich meine Ausbildung doch gelohnt zu haben. Überlege nun gezielte Angebote für Behinderte Menschen anzubieten.... Wie denkt ihr darüber?

Montag, 18. Oktober 2010

Neu im Kreis Heinsberg

Hallo liebe Leser,
nun ist es so weit! Im Kreis Heinsberg und angrenzende Kreise biete ich für Firmen und Verwaltungen mobile Stuhlmassagen wärend der Arbeit an. Die Dauer der Anwendung dauert 20-25 min. und wird auf einem speziellen Massagestuhl durchgeführt. Nach der Massage, die ohne Entkleiden erfolgt, lockert und vitalisiert sie so das sie sich im Anschluß wieder voll auf ihre Arbeit einlassen können.

Eine Studie belegt:
Laut Prof. Dr. Bernd Siegemund, Geschäftsführer der BAD GmbH (ehemals berufsgenossenschaftlicher Arbeitsmedizinischer Dienst) sind in den vergangenen zehn Jahren in den Betrieben die Fehlzeiten wegen psychischer Belastungen um 70% gestiegen. Dazu zählten unter anderem Stress, Mobing und Burnout. Krankheiten wie Depressionen, aber beispielsweise auch psychisch bedingte Rückenprobleme nehmen nach Angabe des Mediziners zu. Die Ausfallkosten gehen in die Milliarden.

Hier wollen wir Arbeitgeber und Angestellte unterstützen eine bestmögliche Arbeitsituation herzustellen.


Wir haben nicht den Anspruch Ihre Leistungsbereitschaft und Produktivität zu steigern. Der Druck auf dem Arbeitsmarkt sorgt in der Regel schon für die nötige Leistungsbereitschaft. Sie müssen nicht mehr fit gemacht werden für mehr. Viele Arbeitnehmer sind längst an ihrer Leistungsgrenze oder schon darüber hinaus.

Es gibt die Möglichkeit für Firmeninhaber die Kosten von 20€ für den Arbeitnehmer zu übernehmen und somit ein Bonbon der besonderen Art zu bieten. Aber auch die Variante das der Arbeitgeber nur seine Arbeitszeit zur Verfügung stellt ist denkbar, somit zahlt dann der Arbeitnehmer die eigentliche Anwendung selber.

johannes.wyes@googlemail.com

Dienstag, 4. Mai 2010

Wenn die Engel zum Herzen sprechen.......

Ein Mann fühlt sich als Verlierer weil er keine finanziellen Mittel mehr hat und nur noch seiner Partnerin auf der Tasche liegt. Seine Not ist so groß das er bereit ist einen Job anzunehmen egal welcher Art. Er findet auch sehr schnell einen und Arbeitet hart für einen Hungerlohn. Er ruiniert sich seine Hände und sein Herz schreit denn das ist nicht wirklich seine Lebensaufgabe! Er besinnt sich auf das was er wirklich möchte und kann, er übergibt dies den Engeln. Sie streicheln ihn und er fühlt sich beschützt. Er weiß er muss nun endlich tätig werden und nicht weiter vor sich hin dümpeln. Das kann nicht der Weg sein. Wichtig ist zu verstehen wenn Engel reden, sie zu spüren und gut zuzuhören was sie sagen.

Mittwoch, 17. März 2010

Im neuen Zuhause

Hallo liebe Leser des Blog,
es ist vollbracht. der Umzug ist fast beendet. Ich bin zwar weiterhin im Raum Heinsberg zu finden aber nicht mehr unter der angegebenen Adresse oder Rufnummer. Im Moment ausschließlich unter Handy 0162/177 3003. Wird sich auch bald ändern wenn hier mal Festnetz angeschlossen ist. Von nun an geht es hier weiter mit den Zitaten " Von Herz zu Herz"

Sonntag, 14. Februar 2010

Irrtum 1

Einer der größten Irrtümer der Menschen liegt darin, immer nach mehr und noch tollerem zu suchen. Wenn wir das was wir sind und das was wir können, akzeptieren und umsetzen haben wir eine wichtige Lebenssituation bewältigt. Sicher ist es für jeden wichtig zu wachsen.

Vergleichen wir es doch einmal mit dem Leben das wir kennen.
Jeder der einen Führerschein besitzt, kann es glaube ich, nachvollziehen. Die Prüfung ist vorbei und der erste Wagen steht vor der Tür. Das was wir in der Fahrschule gelernt haben ist ein Bruchteil von dem was wir uns in den nächsten Jahren an Fahrpraxis von ganz alleine und ohne besonderes Zutun aneignen werden. Wir setzen uns in unser kleines Auto und fahren einfach erst mal los, denken nicht an schlimme Situationen wie Glätte, Schnee und Linksverkehr.

Mit dem was wir an Fahrpraxis erlernt haben geht es erst mal über Land und in kleine Orte. Die nächste Zeit sind wir hier Glücklich und Zufrieden. Dann wagen wir uns auch in die Stadt, etwas mulmig ist uns aber es klappt den Umständen entsprechend, eigentlich ganz gut. Wir werden immer Sicherer im Umgang mit unserem kleinen Auto und die Fahrerei macht echt Laune. Schön wäre, wenn wir uns nun trauen würden mit unserem Auto auch in Urlaub nach Spanien zu fahren. Aber wäre nun nicht die Zeit, vom Cityflitzer auf ein kleines Reisefahrzeug um zu steigen? Also wird das Werkzeug durch unsere erworbene Sicherheit von alleine etwas Vergrößert und die Sicherheit, die wir hierfür benötigen haben wir im täglichen Umgang mit unserem Cityflitzer von ganz alleine erworben. Hierzu benötigten wir keine weiteren Lehrstunden oder Unterrichte, dies schenkte uns die Fahrpraxis als Bonus von ganz alleine. Und wir sind uns sicher das wir es schaffen und hinterfragen hier nicht warum wir so gut fahren können.

Wir sind als Fahranfänger Unsicher gewesen, aber wussten genau das wenn wir erst einmal losfahren wird es schnell besser. Und es stimmt, wir haben akzeptiert was wir konnten und die Schule der Fahrpraxis lehrte uns wie von alleine den Rest bis zur Vollendung. Heute, nach vielen 100000km steigen wir wie Selbstverständlich ins Auto und fahren einfach los. Ohne Angst, ohne die Absicht noch einmal zur Fahrschule zu müssen. Wir tun was wir können und lernen hierdurch täglich mehr.

Wenn wir nun wieder auf unser Selbst zurück kommen sollte uns doch eigentlich Bewusst werden, das wenn wir uns auf die normalsten Lebensbedingungen voll einlassen und ohne Druck Leben, es fast wie von alleine geht. Wir sind gerade jetzt an einem Punkt in unserem Leben der alleine dazu dient das wir den nächsten genießen können wenn wir einfach nur weitermachen wie bisher und endlich erkennen das wenn wir Schritt vor Schritt machen, es stetig weiter geht.

Montag, 8. Februar 2010

Immer wieder höre ich.....

in meinem Leben muss sich etwas ändern. Ich muss etwas in meinem Leben ändern, usw. usw.
Die meisten Menschen müssen erst mal die Abläufe des Lebens erkennen. Es kann sich nichts ändern wenn ich nicht weiß, warum mir immer wieder etwas wiederfährt. Und außerdem helfen alle guten Vorsätze nichts, wenn ich noch nicht bereit bin wirklich aus diesem Quark herraus zu steigen. Ich möchte in den nächsten Tagen hier mal die schlimmsten Irrtümer in der Selbstfindung aus meiner Sicht aufzeigen.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Wahrheit oder Kommerz

Mich würde mal eure Meinung interessieren wie Meinung ist!!

Es gibt so wenig Herzgefühl weil sich die Energien der Erde verändern. Die Welt dreht sich schneller und deswegen verändert sich nun alles. Also können wir neue Bücher schreiben, CD`s veröffentlichen sowie Rettungkurse anbieten. Ich finde es viel Stimmiger das wir nun Mittlerweile WIEDER in der Lage sind Energien zu spüren, für die wir uns über Generationen verschlossen hatten. Schon unsere Vorfahren hatten Energien zur Hand um zu Heilen. Aber ich denke das dieses Können lange schlummerte weil es als Schwarze Kunst betitelt wurde. Zum Thema Erde fand ich in der Zeitung folgendes:

In 200 Jahren soll eine Erdumdrehung (= ein Tag) 0,12 Millisekunden weniger brauchen als heute. Und Landerer sieht kein Ende: „Das geht so lange weiter, wie die Ozeane sich erwärmen ...“

Quelle: Bild

So nun mal los, lasst mich eure Meinung hören.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Der Baum

Es war einmal ein Gärtner. Eines Tages nahm er seine Frau bei der Hand und sagte: “Komm, Frau, wir wollen einen Baum pflanzen.” Die Frau antwortete: “Wenn du meinst, mein lieber Mann, dann wollen wir einen Baum pflanzen.” Sie gingen in den Garten und pflanzten einen Baum.

Es dauerte nicht lange, da konnte man das erste Grün zart aus der erde sprießen sehen. Der Baum, der eigentlich noch kein Baum richtiger Baum war, erblickte zum Mal die Sonne. Er fühlte die Wärme ihrer Strahlen auf seinen Blättchen und streckte sich ihnen hoch entgegen. Er begrüßte sie auf seine Weise, ließ sich glücklich bescheinen und fand es wunderschön, auf der Welt zu sein und zu wachsen.
“Schau”, sagte der Gärtner zu seiner Frau, “ist er nicht niedlich, unser Baum?” Und seine Frau antwortete: “Ja, lieber Mann, wie du schon sagtest: Ein schöner Baum!”


Der Baum begann größer und höher zu wachsen und reckte sich immer weiter der Sonne entgegen. Er fühlte den Wind und spürte den Regen, genoss die warme und feste Erde um seine Wurzeln und war glücklich. Und jedes Mal, wenn der Gärtner und seine Frau nach ihm sahen, ihn mit Wasser tränkten und ihn einen schönen Baum nannten, fühlte er sich wohl. Denn da war jemand, der ihn mochte, ihn pflegte und beschützte. Er wurde lieb gehabt und war nicht allein auf dieser Welt. So wuchs er zufrieden vor sich hin und wollte nichts weiter als leben und wachsen, Wind und regen spüren, Erde und Sonne fühlen, lieb gehabt werden und andere lieb haben.
Eines Tages merkte der Baum, daß es besonders schön war, ein wenig nach links zu wachsen, denn von dort schien die Sonne mehr auf seine Blätter. Also wuchs er jetzt ein wenig nach links.

“Schau”, sagte der Gärtner zu seiner Frau, “unser Baum wächst schief. Seit wann dürfen denn schief wachsen, und dazu noch in unserem Garten? Ausgerechnet unser Baum! Gott hat die Bäume nicht erschaffen, damit sie schief wachsen, nicht wahr, Frau?” Seine Frau gab ihm natürlich recht. “Du bist eine kluge und gottesfürchtige Frau”, meinte daraufhin der Gärtner, “hol also unsere Schere, denn wir wollen unseren Baum gerade schneiden.”

Der Baum weinte. Die Menschen, die ihn bisher so lieb gepflegt hatten, denen er vertraute, schnitten ihm die Äste ab, die der Sonne am nächsten waren. Er konnte nicht sprechen und deshalb nicht fragen. Er konnte nicht begreifen. Aber sie sagten ja, daß sie ihn lieb hätten und es gut mit ihm meinten. Und sie sagten, daß ein richtiger Baum gerade wachsen müssen. Und Gott es nicht gern sähe, wenn er schief wachse. Also musste es wohl stimmen. Er wuchs nicht mehr der Sonne entgegen.
“Ist er nicht brav, unser Baum?” fragte der Gärtner seine Frau. “Sicher, lieber Mann”, antwortete sie, “du hast immer recht. Unser Baum ist ein braver Baum.”

Der Baum begann zu verstehen. Wenn er machte, was ihm Spaß und Freude bereitete, dann war er anscheinend ein böser Baum. Er war nur lieb und brav, wenn er tat was der Gärtner und seine Frau von ihm erwarteten. Also wuchs er jetzt strebsam in die Höhe und gab darauf acht, nicht mehr schief zu wachsen.
“Sieh dir das an”, sagte der Gärtner eines Tages zu seiner Frau, “unser Baum wächst so unverschämt schnell in die Höhe. Gehört sich das für einen rechten Baum?” Seine Frau antwortete: “Aber nein, lieber Mann, das gehört sich natürlich nicht. Gott will, daß Bäume langsam und in Ruhe wachsen. Und auch unser Nachbar meinte, daß Bäume bescheiden sein müßten, ihrer wachse auch schön langsam.” Der Gärtner lobte seine Frau und sagte, daß sie etwas von bäumen verstehe. Und dann schickte er sie die Schere holen, um dem Baum die Äste zu stutzen.
Sehr lange weinte Baum in dieser Nacht. Warum schnitt man ihm einfach die Äste ab, die dem Gärtner und seiner Frau nicht gefielen? Und wer war dieser Gott, der angeblich gegen alles war, was Spaß machte?

“Schau her, Frau”, sagte der Gärtner, “wir können stolz sein auf unseren Baum.” Und seine Frau gab ihm recht.
Der Baum wurde trotzig. Nun gut, wenn schon nicht in die Höhe, dann eben in die Breite. Sie würden ja schon sehen, wohin sie damit kommen. Schließlich wollte er nur wachsen, Sonne, Wind und Erde fühlen, Freude haben und Freude bereiten. In seinem Inneren spürte er ganz genau, daß es richtig war, zu wachsen. Also wuchs er jetzt in die Breite.
“Das ist doch nicht zu fassen.” Der Gärtner holte empört die schere und sagte zu seiner Frau: “Stell dir vor, unser Baum wächst einfach in die breite. Das könnte ihm so passen. Das scheint ihm ja geradezu Spaß zu machen. So etwas können wir auf keinen Fall dulden!” Und seine Frau pflichtete ihm bei. “Das können wir nicht zulassen. Dann müssen wir ihn eben wieder zurecht stutzen.”

Der Baum konnte nicht mehr weinen, er hatte keinen Tränen mehr. Er hörte auf zu wachsen. Ihm machte das Leben keine rechte Freude mehr. Immerhin, er schien nun dem Gärtner und seiner Frau zu gefallen. Wenn auch alles keine rechte Freude mehr bereitete, so wurde er doch wenigstens lieb gehabt. So dachte der Baum.

Viele Jahre später kam ein kleines Mädchen mit seinem Vater am Baum vorbei. Er war inzwischen erwachsen geworden, der Gärtner und seine Frau waren stolz auf ihn. Er war ein rechter und anständiger Baum geworden.
Das kleine Mädchen blieb vor ihm stehen. “Papa, findest du nicht auch, daß der Baum ein bißchen traurig aussieht?” fragte es.
“Ich weiß es nicht”, sagte der Vater. “Als ich so klein war wie du, konnte ich auch sehen, ob ein Baum fröhlich oder traurig ist. Aber heute sehe ich das nicht mehr.”

“Der Baum sieht aber wirklich ganz traurig aus. “Das kleine Mädchen sah den Baum mitfühlend an. “Den hat bestimmt niemand richtig lieb. Schau mal, wie ordentlich der gewachsen ist. Ich glaube, der wollte mal ganz anders wachsen, durfte aber nicht. Und deshalb ist er traurig.”
“Vielleicht”, antwortete der Vater versonnen. “Aber wer kann schon wachsen wie er will?”
“Warum denn nicht?” fragte das kleine Mädchen. “Wenn jemand den Baum wirklich lieb hat, kann er ihn auch wachsen lassen, wie er will. Oder nicht? Er tut doch niemandem etwas zuleide.”

Erstaunt und schließen erschrocken blickte der Vater sein Kind an. Dann sagte er: “weißt du, keiner darf so wachsen wie er will, weil sonst die anderen merken würden, daß auch sie nicht so gewachsen sind, wie sie eigentlich wollten.”
“Das verstehe ich nicht, Papa!”
“Sicher mein Kind, das kannst du noch nicht verstehen. Auch du bist vielleicht nicht immer so gewachsen, wie du gerne wolltest. Auch du durftest nicht.”

“Aber warum denn nicht, Papa? Du hast mich doch lieb und Mama hat mich auch lieb, nicht wahr?”
Der Vater sah sie eine Weile nachdenklich an, “Ja”, sagte er dann, “sicher haben wir dich lieb.”
Sie gingen langsam weiter und das kleine Mädchen dachte noch lange über dieses Gespräch und den traurigen Baum nach. Der Baum hatte den beiden aufmerksam zugehört. Auch er dachte lange nach. Er blickte ihnen noch hinterher, als er sie eigentlich schon lange nicht mehr sehen konnte. Dann begriff der Baum. Und er begann hemmungslos zu weinen.

Wie es weiterging

In dieser Nacht schlief das kleine Mädchen sehr unruhig. Immer wieder dachte es an den traurigen Baum und schlief schließlich erst ein, als bereits der Morgen zu dämmern begann.
Natürlich verschlief das Mädchen an diesem Morgen. Als es endlich aufstand wirkte das Gesicht blass und stumpf.

“Hast du etwas Schlimmes geträumt” ,fragte der Vater.

Das Mädchen schwieg, schüttelte dann den Kopf.

Auch die Mutter war besorgt: “Was ist mit dir?” Und da brach schließlich all der Kummer aus dem Mädchen. Von Tränen überströmt stammelte es: ” Der Baum! Er ist so schrecklich traurig. Darüber bin ich so traurig. Ich kann das alles einfach nicht verstehen.”

Der Vater nahm die Kleine behutsam in seine Arme, ließ sie in Ruhe ausweinen und streichelte sie nur liebevoll. Dabei wurde ihr Schluchzen nach und nach leiser und die Traurigkeit verlor sich allmählich. Plötzlich leuchteten die Augen des Mädchen auf. und ohne das die Eltern etwas begriffen, war es saus dem Haus gerannt.
Wenn ich traurig bin und es vergeht, sobald mich jemand streichelt und in die Arme , geht es dem Baum vielleicht ähnlich- so dachte das Mädchen. Und als es ein wenig atemlos vor dem Baum stand, wusste es auf einmal, was zu tun war. Scheu blickte die Kleine um sich. Als sie niemanden in der Nähe entdeckte, strich sie zärtlich mit dem Händen über die Rinde des Baumes. Leise flüsterte sie dabei: “Ich mag dich Baum. Ich halte zu dir. Gib nicht auf Baum!”

Nach einer Weile rannte sie wieder los, weil sie ja zur Schule musste. Es machte ihr nichts aus, dass sie zu spät kam, denn sie hatte ein Geheimnis und eine Hoffnung.
Der Baum hatte zuerst gar nicht bemerkt, dass ihn jemand berührte. Er konnte nicht glauben, dass das Streicheln und die Worte ihm galten - auf einmal war er ganz verblüfft, und es wurde sehr still in ihm.
Als das Mädchen wieder fort war, wusste er nicht, ob er lachen oder weinen sollte. Dann schüttelte er seine Krone leicht im Wind, vielleicht ein bisschen zu heftig, und sagte zu sich, das er wohl geträumt haben müsse. Oder vielleicht doch nicht? In einem kleinen Winkel seines Baumherzens hoffte er, dass es kein Traum gewesen war.

Auf dem Heimweg von der Schule war das Mädchen nicht allein. Trotzdem ging es dicht am Baum vorbei, streichelte ihn im Vorübergehen und sagte leise: “Ich mag dich und ich komm bald wieder.”
Die Mutter wunderte sich, dass ihre Tochter auf einmal so gerne einkaufen ging. Auf alle Fragen der Eltern lächelte die Kleine nur und behielt ihr Geheimnis für sich. Immer wieder sprach das Mädchen mit dem Baum, umarmte ihn manchmal, streichelte ihn oft. Er verhielt sich still, rührte sich nicht. Aber in seinem Innern begann sich etwas immer stärker zuregen. Wer ihn genau betrachtete konnte sehen, dass seine Rinde langsam eine freundlichere Farbe bekam. Das Mädchen jedenfalls bemerkte es und freute sich sehr.
Der Gärtner und seine Frau, die den Baum ja vor vielen Jahren gepflanzt hatten, lebten regelmäßig und ordentlich, aber auch freudlos und stumpf vor sich hin. Sie wurden älter, zogen sich zurück und waren oft einsam. Den Baum hatten sie so nach und nach vergessen, ebenso wie sie vergessen hatten, was Lachen und Freude ist - und Leben.

Eines Tages bemerkten sie, dass manchmal ein kleines Mädchen mit dem Baum zu reden schien. Zuerst hielten sie es einfach für eine Kinderei, aber mit der Zeit wurden sie doch etwas neugierig. Schließlich nahem sie sich vor, bei Gelegenheit einfach zu fragen, was das denn sollte. Und so geschah es dann auch.
Das Mädchen erschrak, wusste nicht so recht, wie es sich verhalten solle. Einfach davonlaufen wollte es nicht, aber erzählen, was wirklich war - das traute es sich nicht.

Endlich gab sich die Kleine einen Ruck, dachte: “Warum eigentlich nicht” und erzählte die Wahrheit. Der Gärtner und die Frau mussten ein wenig lachen, aber auf eine seltsame Weise unsicher, ohne zu wissen, warum. Ganz schnell gingen sie wieder ins Haus und versicherten sich gegenseitig, dass das kleine Mädchen wohl ein wenig verrückt sein müsse.
Aber die Geschichte ließ sie nicht mehr los…. Ein paar Tage später waren sie wie zufällig in der Nähe des Baumes, als das Mädchen wiederkam. Dieses Mal fragte es die Gärtnersleute warum sie denn den Baum so zurecht gestützt haben. zuerst waren sie empört, konnten aber nicht leugnen, das der Baum in letzten Wochen ein freundlicheres Gesicht bekommen hatte. Sie wurden sehr nachdenklich.

Die Frau des Gärtners fragte schließlich: “Meinst du, daß es falsch war, was wir getan haben?”
“Ich weiß nur”, antwortete das Mädchen, “daß der Baum traurig ist. Und ich finde, das das nicht sein muss. Oder wollt ihr einen traurigen Baum?” “Nein!” rief der Gärtner. “Natürlich nicht. Doch was bisher gut und recht war, ist ja wohl auch heute noch richtig, auch für diesen Baum” Und die Gärtnersfrau fügte noch hinzu: “Wir haben es doch nur gut gemeint.”
” Ja, das glaube ich”, sagte das Mädchen, “ihr habt es sicher gut gemeint und dabei den Baum sehr traurig gemacht. Schaut ihn doch einmal genau an!” Und dann ließ sie die beiden alten Leute allein und ging ruhig davon, mit dem sicheren Gefühl, daß nicht nur der Baum Liebe brauchen würde.

Der Gärtner und seine Frau dachten noch sehr lange nach über dieses seltsame Mädchen und das Gespräch nach. Immer wieder blickten sie verstohlen zu dem Baum, standen oft vor ihm, um ihn genau zu betrachten. Und eines Tages sahen auch sie, daß der Baum zu oft beschnitten worden war. Sie hatten zwar nicht denselben Mut, ihn zu streicheln und mit ihm zu reden. Aber sie beschlossen, ihn wachen zu lassen, wie er wollte.
Das Mädchen und die beiden alten Leute sprachen oft miteinander - über dies oder das und manchmal über den Baum. Gemeinsam erlebten sie, wie er ganz behutsam, zuerst ängstlich zaghaft, dann ein wenig übermütig und schließlich kraftvoll zu wachsen begann. Voller Lebensfreude wuchs er schief nach unten, als wolle er zuerst mal seine Glieder räkeln, und strecken. Dann wuchs er in die Briete, als wolle er die ganze Welt in seine Arme schließen, und in die Höhe um allen zu zeigen, wie glücklich er sich fühlt. Auch wenn der Gärtner und seine Frau sich nicht traute, so sahen sie doch mit stiller Freude, daß das Mädchen den Baum für alles lobte, was sich an ihm entfalten und wachsen wollte.

Voll Freude beobachtete das Mädchen, daß es dem Gärtner und seiner Frau beinahe so ähnlich erging wie dem Baum. Sie wirkten lebendiger und jünger, fanden das Lachen und die Freude wieder und stellten eines Tages fest, dass sie wohl manches im Leben falsch gemacht hatten. Auch wenn das jetzt nicht mehr zu ändern wäre, wollten sie wenigstens den Rest ihres Lebens anders gestalten. Sie sagten auch, das sie Gott wohl ein wenig falsch verstanden hätten, denn Gott sei schließlich Leben, Liebe und Freude und kein Gefängnis. So blühten gemeinsam mit dem Baum zwei alte Menschen zu neuem Leben auf.

Es gab keinen Garten weit und breit, in welchen ein so schief und fröhlich gewachsener Baum stand. Oft wurde er von Vorübergehenden bewundert, was der Gärtner seine Frau und das Mädchen mit stillem vergnügten Lächeln beobachteten. Am meisten freute sie, das der Baum all denen Mut zum Leben machte, die ihn wahrnahmen und bewunderten.

Diesen Menschen blickte der Baum noch lange nach - oft bis er sie gar nicht mehr sehen konnte. Und manchmal begann er dann, so daß es sogar einige Menschen spüren konnten, tief in seinem Herzen glücklich zu lachen.
Quelle Unbekannt